Gruppentherapie

Eine Gruppe ist ein sehr kreativer und dynamischer Prozess, der seine Wirkung im „Spiegeln“ und „Teilen“ hat.

Das bedeutet: Für jeden Einzelnen bietet eine Gruppe sowohl die Auseinandersetzung mit sich selbst als auch mit den Anderen.

Darüber hinaus bietet eine Gruppe die Möglichkeit, sich selbst in seiner Beziehungsstruktur und Dynamik zu sehen, einmal durch das eigene Gefühl und dann durch die Spiegelung der Anderen. Eine Gruppe ist aber auch ein geschützter Raum, in dem Sie ausprobieren dürfen und in dem Sie im Miteinander neue Wege lernen zu gehen und gehen können.

Stärkung in der Gemeinschaft mit Anderen

Deshalb hat Gruppentherapie für mich eine heilende Wirkung, weil man sich in einer mittragenden Gemeinschaft befindet, in der die Gruppenmitglieder oft ähnliche Schwierigkeiten haben wie man selbst und so das Verständnis innerhalb der Gruppe füreinander steigt.

Ich biete eine Gruppentherapie immer gezielt zu bestimmten Themen an, weil es unter Gleichgesinnten oft einfacher ist, sich zu öffnen und verstanden zu fühlen. In jeder Gruppe wird auch nur das angebotene Thema behandelt.

Für das Zustandekommen einer Gruppe sind mindestens acht Teilnehmer nötig. Im Moment biete ich drei Gruppen zu drei Themen an. Neuigkeiten und Termine dazu finden Sie im meinem Blog.

Gruppenangebote (zeitweise)

  • Diagnose Brustkrebs – das Leben danach
  • Nicht so schüchtern: Therapie trifft auf Theater
  • Gesund bleiben durch Stressbewältigung

Diagnose Brustkrebs – das Leben danach

Durch meine eigene Erfahrung mit der Krankheit habe ich gemerkt, dass man im Kontakt mit Betroffenen nicht nur den Austausch über die Erkrankung teilen, sondern auch viele Problemlösungen und Strategien entwickeln kann. Die Krebserkrankung an sich wird in dieser Gruppe deshalb nicht unser Hauptthema sein, sondern eher was uns diese Erkrankung gebracht, eröffnet und wie sie unser Leben verändert hat.

Diese Gruppe richtet sich an Frauen, die schön länger mit der Diagnose Brustkrebs leben und die, wie man so schön sagt,  aus dem Gröbsten raus sind. In dieser Gruppe geht es darum einen Raum zu haben, wo wir uns untereinander austauschen können und ich Ihnen in meiner Person als Therapeutin beratend zur Seite stehe.

Doch es geht noch um viel mehr. Es geht darum, ernst und lustig zugleich sein zu können. Es geht um die Freude am Leben und darum, dieses wieder neu zu entdecken. Es geht aber auch um Verbindendes, das heißt, wo ähneln wir uns in unserer Biographie, wie war es vor und nach der Erkrankung, was hat sich verändert und wo ergeben sich Gemeinsamkeiten? Auch die Ängste werden ein Thema sein. Zum Beispiel die Angst vor einem Rückfall und wie man damit umgeht.

Nicht so schüchtern: Therapie trifft auf Theater

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie spannend es sein kann, in andere Rollen zu schlüpfen und sich selbst ganz anders zu erleben und die ganzen Facetten seines Seins zu erkunden. Die Rollen, die am leichtesten gelingen und die, die am schwersten zu gestalten sind, sagen sehr viel über uns selber aus. Was kann ich gut, was muss ich noch lernen, vielmehr was möchte ich noch lernen und verändern?

Im Rollentraining, in kleinen Sequenzen, können wir biographische Elemente verschiedentlich beleuchten. Wir können aber auch unsere eigene Geschichte neu erfinden. Ein klassisches Beispiel wäre die Schwierigkeit, Nein zu sagen. Für jemanden dem das schwerfällt, ist dies eine große Herausforderung. Im Spiel besteht die Möglichkeit, das Nein-sagen zu üben, um besser zu spüren, was einen daran hindert.

Es besteht dann auch immer die Möglichkeit, sich diese Hindernisse und Hemmnisse gemeinsam in Einzelsitzungen anzuschauen, wenn dazu Bedarf entsteht, sonst ist es natürlich auch in der Gruppe möglich. Ich würde mich freuen, einige Interessierte und Spielfreudige zu motivieren, damit wir experimentieren können.